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Büsbacher Männergesang-Verein 1882 e.V.   Stolberg / Rhld.

Zur Geschichte


Die Entstehung der Männerchöre

Vereinsgründungen sind sehr oft Ausdruck oder Spiegelungen des Zeitgeistes. So entstanden im 19.Jahrhundert vielerorts Männerchöre, die das mehrstimmige Chorlied pflegten und zu wichtigen Trägern des Volksliedes wurden. Sie sind entstanden aus den meist norddeutsch -orientierten Liedertafeln (die erste Liedertafel wurde 1809 von dem Freund Goethes, Karl Friederich Zelter, gegründet) und den vorwiegend süddeutsch - orientierten Liederkränzen.
Vor allem die den Gesangvereinen anhaftende freiheitlich-vaterländische Gesinnung stellte ein festes, einigendes Band dar. Die weitere Entwicklung vollzog sich im Zusammenschluss der Vereine zu landsmannschaftlichen Gruppen und führte 1862 zur Gründung des Deutschen Sängerbundes.
Die Idee und die Zielsetzung des Männergesangvereins wurden also seit der Mitte des 19. Jahrhunderts populär und fanden auch Anklang in kleinen Gemeinden, die abseits von Kulturzentren lagen, suchte doch gerade hier die Bevölkerung nach Entspannung, nach Geselligkeit und vor allem nach kultureller Betätigung. Die Gesangvereine wollten in Kameradschaft und Geselligkeit Lied und Gesang pflegen, wollten auf Mitglieder und Zuhörer bildend einwirken und so Genuss, Unterhaltung und Freude bringen.

Die Gründung des Büsbacher Männergesang-Vereins 1882

So lag es also nur im Zug der Zeit, dass auch in der Ortschaft Büsbach am 3.Juni 1882 ein Gesangverein gegründet wurde. Die Bildung des Einzelnen wird dem entsprochen haben, was der „Herr Lährer Kropp" in der Volksschule bot. Berücksichtigt man diese Situation, dann gewinnt man erst Verständnis dafür, was es für das damalige Büsbach bedeutet haben mag, wenn 32 Männer einen Gesangverein gründeten.
Wir kennen zwar die meisten Namen der Gründungsmitglieder, leider nicht ihren Beruf oder Stand. Jedenfalls müssen unter ihnen nicht nur opferbereite, sondern auch gut situierte Bürger gewesen sein, sonst hätte man nicht schon im Jahre 1883 eine Vereinsfahne im Werte von 1400 (!) Goldmark angeschafft.
Der Anfang des Vereins mag noch recht laienhaft gewesen sein. Der erste Dirigent, Heinrich Scheidt, wollte von einem Klavier als > Leithammel < - wie er sich ausdrückte - nichts wissen, sondern studierte die Lieder nur mit der Stimmgabel und der Halsposaune ein. Das Ansehen und die Leistungsfähigkeit des Büsbacher Vereins müssen schnell gestiegen sein. Denn bereits im Jahre 1895 nahm er - freilich unter einem neuen Dirigenten - erfolgreich an einem Wettstreit in Malmedy teil. In späteren Jahren haben Wettstreite in Lechenich 1900, Godesberg 1902 und Eupen 1903 den Chor in seinem Tun gestärkt.

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                        Generalversammlung am 07.August 1904         Einladung zum Gesang- und Musik-Fest: 25 Jahre MGV, 1907


Das neue Jahrhundert bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges

Die Aufzeichnungen aus den ersten Jahren nach der Gründung sind weitgehend in den Kriegswirren verloren gegangen. Uns bekannte Daten aus der Zeit vor 1904 stammen zur Hauptsache aus der Festschrift zum 25 jährigen Jubiläum im Jahre 1907. Ab dem Jahre 1904 stehen Niederschriften über die Ereignisse in den nachfolgenden Jahren zur Verfügung. Die abgebildete Aufzeichnung über die Generalversammlung vom 7. August 1904 zeigt ein Beispiel der vorzüglichen Handschriften aus diesen Jahren.
Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums wurde ein großes Sängerfest organisiert. An einem Stiftungssingen in Büsbach nahmen 12 Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung teil. Die Einladung zu diesem Singen ist erhalten und hier zu sehen. In der Einladung gibt es einen bezeichnenden Hinweis in dem es heißt < Wir versichern Ihnen noch, das unser Verein, welcher sich des Wohlwollens der hiesigen Behörde und der Einwohnerschaft in reichstem Maasse erfreut, alles aufbieten wird, Ihnen den Aufenthalt in unserm herrlich gelegenen, vom Bahnhof Stolberg-Hammer in 10 Minuten erreichenden Ort recht angenehm zu gestalten >. .
Das Ansehen des Büsbacher Vereins ist schon vor dem 1. Weltkrieg über die Grenzen der engeren Heimat hinausgewachsen. Die vorher genannten Wettstreite geben Zeugnis vom erreichten Niveau, so führte 1903 Dirigent Kranzhoff die Sängerschar nach Eupen, sie errangen in der 1. Klasse den 2. Preis und den 1. Ehrenpreis. Ebenso erfolgreich waren die Sänger 1905 unter Musikdirektor Speiser beim Gesangswettstreit in Godesberg.
Als Paul Pfeifer 1906 für 31 Jahre die musikalische Leitung übernahm, führte er den Chor zu den Wettstreiten 1911 nach Neuss und 1926 nach Koblenz. Für die 113 Sänger aus Büsbach war die Erringung des 1. Klassenpreises gegen Vereine wie Solingen-Wupperhof (150 Sänger), Rheydt (200 Sänger), Hattingen und Mühlhausen i.Th. ein beglückendes Ergebnis. Dies überaus erfolgreiche Abschneiden zählte zu den Höhepunkten der Vereinsgeschichte vor dem 2. Weltkrieg.
Der gute Ruf verpflichtet und so wurde 1930 im großen Saal des Städtischen Konzerthauses, ein Wohltätigkeitskonzert für die Aachener Blinden veranstaltet. Am Palmsonntag 1931 führte der Verein die Matthäus Passion auf. Die Solisten kamen ausschließlich aus den Reihen der Chormitglieder. Die Kollekte brachte eine ansehnliche Summe zur Ausschmückung von St. Hubertus. Die Reihe der Veranstaltungen in den 20er und 30er Jahren ließe sich beliebig fortführen.

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Ehrung durch Herrn Landrad Pütz anlässlich des Chor-Wettstreites in Koblenz 1926 ( mit Vereinsfahne von 1883 )


Kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Gemeinde Büsbach

Der große Chor mit zeitweise über 100 Mitgliedern aus allen Schichten der Bevölkerung stand besonders in früheren Zeiten in der Gemeinde Büsbach für breit gefächerte Kulturarbeit Er hat seit jeher das gesellschaftliche Leben wesentlich mitgestaltet. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges spielt er auf Grund seiner Leistungen auch eine anerkannte Rolle im Kultur- und Musikleben der Stadt Stolberg.
Die Literatur für Männerchor war immer vom Zeitgeist beeinflusst, so vor allem von der Romantik. Die wohl bekanntesten Vertreter dieser Stielrichtung waren Franz Schubert und Friederich Silcher. Die romantischen Kompositionen kamen auch in Büsbach der Gefühlswelt der Sänger und der Zuhörer sehr entgegen. Ausgeprägt vaterländische Gesinnung zeigte sich in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Dazu möge die so genannte Kaisersammlung als Beispiel dienen. Sie wurde herausgegeben < auf Veranlassung seiner Majestät des Deutschen Kaisers Wilhelm II. > Aufgezeichnet waren: Geistliche Lieder - Ernstes und Erbauliches - Vaterland und Heimat - Natur - Wandern und Abschied - Soldatenlieder - usw.
In den letzten Jahren und Jahrzehnten befreite man sich weitgehend von dieser Art der Literatur. Anspruchsvolle Werke für Männerchöre wurden geschaffen, beispielhaft dafür die Kompositionen von K. Lissmann, W. Sendt und
P. Hindemith. In neuerer Zeit gehören u.a. die Filmmusik, der Jazz, sowie die Literatur der Comedian Harmonists zum Repertoire der Männerchöre.
Auch die Geselligkeit ist nie zu kurz gekommen. Mitglieder und Angehörige bildeten immer eine feste Gemeinschaft. So wurden schon vor dem 1. Weltkrieg Familienausflüge in die nähere Heimat unternommen. Moderne Verkehrsmittel ermöglichten es in späteren Jahrzehnten, weitere Fahrten durchzuführen: In die Eifel, zu Rhein und Mosel, ja nach Berlin. Unvergessen sind die schwungvollen Karnevalsveranstaltungen und die großen Kirmesbälle.


Der Nationalsozialismus und der 2. Weltkrieg

Im Jahre 1935 wurde Büsbach nach Stolberg eingemeindet.
Mit der Machtergreifung durch die NSDAP im Jahre 1933 begann sehr schnell die Zeit der Reglementierung. Die Auftritte bei Konzerten und anderweitigen Veranstaltungen wurden einem „höheren Ziel" untergeordnet.
Die später einsetzenden Einberufungen zum Wehrdienst lichteten die Reihen des MGV erheblich. Die ältere Generation und die vom Kriegsdienst freigestellten Mitglieder, diese arbeiteten in kriegswichtigen Positionen, bildeten noch einen Chor von 34 Sängern.
Die Aktivitäten und die großen Ereignisse hatten jetzt Seltenheitswert, bzw. fanden nicht mehr statt.
Eine Zäsur im Vereinsleben war 1937 das Ende der Ära Paul Pfeifer. Er starb im Jahre 1941, nach 31 Jahren eines langen und erfolgreichen Wirkens mit dem Büsbacher Männergesang-Verein.
Für die geschrumpfte Sängerschar musste auch unter den widrigen Umständen ein neuer Dirigent gefunden werden.
Für jeweils kurze Zeit stellten sich 1937 bis April 1938 Hubert Meyer und 1938 bis Frühjahr 1941 Mathias Büschel zur Verfügung.

1939: Bei der Generalversammlung am 21.Januar 1939 waren noch 29 Sänger anwesend. Das letzte Konzert vor dem Kriege fand am 23. April 1939 im Lokal Koch statt. Für den Herbst des Jahres war noch ein Konzert geplant, leider ist es nicht mehr dazu gekommen. Es entstanden in den einzelnen Stimmen durch Einberufung zum Heeresdienst immer größere Lücken (auch der Dirigent war für 3 Monate einberufen).
1940: Die Generalversammlung für das Vereinsjahr 1940 am 3.Februar wurde von 15 Sängern besucht. Es wurde beschlossen, keine Proben mehr abzuhalten. Stattdessen traf man sich jeden Samstag im Vereinslokal, um in schwerer Zeit Tuchfühlung miteinander zu behalten. Im Jahre 1940 hat es keine Konzertveranstaltungen gegeben, bis Mai waren zudem die Säle z.T von der Deutschen Wehrmacht belegt.
1941: Die letzte protokollierte Generalversammlung des Büsbacher Männergesang-Vereins im Kriege fand am 28. Juni 1941 statt, anwesend waren erstaunlicher Weise 34 Sänger. Johann Ganser war Vereinsführer (Die vorgeschriebene Bezeichnung für einen Vereinsvorsitzenden), Wilhelm Gillessen war Schriftführer. Zu dieser Versammlung wurden erstmalig die Frauen der Vereinsmitglieder und damit auch die Frauen der einberufenen MGV Mitglieder eingeladen. Es kamen Drohungen seitens der NSDAP, wenn wir nicht weiter probten, würde der Verein aufgelöst und eine Neugründung verboten. Auch der Ortsgruppenleiter E. Sieben war eingeladen und versprach in seiner Rede volle Unterstützung. Bei dem Versprechen ist es geblieben. Der Chor war gezwungen, den Möglichkeiten entsprechend weiter zu arbeiten.
Zum Abschluss der Veranstaltung sang Hubert Kutsch einige Lieder, der Liedvortrag fand großen Anklang.
1942 - 1944: Die Aktivitäten in diesen Kriegsjahren sind aktuell nicht aufgezeichnet worden.
1941 - 1944: In einem Anhang zur Niederschrift der ersten Mitgliederversammlung nach dem Kriege vom 24. November 1945, verfasste der damalige Schriftführer Wilhelm Gillessen eine nachträgliche Aufzeichnung der Aktivitäten des Vereins vom 29. Juni. 1941 bis zum 24. November 1944 .

Wortlaut der Aufzeichnungen:
< Seit Abgang des Dirigenten Mathias Büschel im Februar 1941 blieb der Verein ohne Dirigent. Im Juni 1941 wurde Andreas Blees von den Sängern gebeten, den Dirigentenstab zu übernehmen. Er war sich der Schwere der neuen Aufgabe bewusst und konnte sich nur zögernd entschließen. Um nicht den Verein dem Verfall preiszugeben, nahm er das Amt an.
Am 28. September 1941 fand unter dem Dirigat von Andreas Blees ein Konzert zu Gunsten des DRK statt. Mitwirkende waren Jacob Düppengießer (Klavier), Hans Siffrin (Violine), Heinz Schwindt (Violincello). Über dieses Konzert berichtete der „Westdeutsche Beobachter" ausführlich.
Nach diesem Konzert im Saale Koch setzte der schlechte Probenbesuch wieder ein. Die Kriegszeiten mit den fortwährenden und sich mehr und mehr steigernden Fliegeralarmen hielten die Sänger zurück.
1942 fand auf Grund der genannten Umstände keine Veranstaltungen statt.
Die Hauptschuld an den schlechten Proben wird aber auf das Blödsinnigste aller Zeiten zurückzuführen sein, das man nur noch auf „Kommando" singen durfte. Einmal war der Komponist eines schönen Liedes nicht rassig, das andere Mal war der Inhalt des Liedes nicht weltanschaulich und sich dagegen auszusprechen war verboten. So musste alles Schöne, auch das Lied nicht ausgeschlossen, in Asche fallen. Dann kamen wieder Drohungen, wenn wir nicht weiter probten, würde der Verein aufgehoben und seine Neugründung für später verboten.
1943 fand dann wieder ein Konzert statt. Dieses Konzert ist nur bekannt aus einer entsprechenden Vorankündigung im „ Westdeutschen Beobachter" vom 23. Januar 1943 mit dem Wortlaut:
NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Am morgigen Sonntag veranstaltet die vorgenannte Gemeinschaft um 17.30 Uhr im Saale Koch ein Chorkonzert des Männergesangvereins Büsbach, bei dem als Solist der bekannte Heldentenor Walter Buckow vom Stadttheater Aachen mitwirkt.
So hatten wir uns unter diesen Umständen wieder aufgerafft und 1944 noch weitere Veranstaltungen gegeben. Die Vortragsfolge vom 16.Juli 1944 im Saale Koch in Büsbach haben wir später, am 30.Juli 1944, im Lazarett zu Kornelimünster bei den dort untergebrachten Verwundeten wiederholt. Mitgewirkt hat bei den Konzerten die Konzertsängerin Else Bornes-Bischof aus Aachen. Der Verein wurde in den Tagen und Wochen vor dem Einmarsch der Amerikaner noch stark gefordert. So sang der Chor noch zweimal im Stolberger Krankenhaus und einmal im Krankenhaus Aachen-Forst .Die Sänger hofften, die leidende Menschheit mit ihren Liedern zu erfreuen.
Das letzte Konzert des Büsbacher Männergesang-Vereins fand am 6. August 1944 statt.
Ferner ist noch zu bemerken, dass in der langen Kriegszeit stets mit dem hiesigen Kirchenchor freundlich zusammengearbeitet wurde, um den Gottesdienst zu verschönern. Dieses gilt besonders für die Zeit von November 1944 bis Mitte Sommer 1945 >.


Im Protokoll der Mitgliederversammlung 1945 steht:
< Mit gesenkter Fahne stehen wir nun bei unserer ersten Versammlung und gedenken derer, die der Krieg uns durch den Tod geraubt hat >.



Der Büsbacher Männergesang-Verein nach dem 2.Weltkrieg

Die schlimmen Jahre nach dem Kriegsausbruch 1939, als sich die Reihen der Sänger durch Einberufungen und Tod lichteten und der damalige Dirigent Mathias Büchel selbst den Wehrdienst antreten musste, waren Gott sei Dank zu Ende.
Als Hubert Kutsch 1946, für fast 20 Jahre, den Vorsitz übernahm begann schnell ein neuer Aufstieg.
Schon in den ersten Nachkriegsjahren veranstaltete der Verein, unter dem Dirigat von Chorleiter Andreas Blees - der den Verein bis 1950 leitete - zahlreiche Konzerte.
Die Bevölkerung nahm regen Anteil und wusste das kulturelle Angebot zu schätzen.

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Hubert Kutsch, tatkräftiger Vorsitzender       Bruno Hütten, erfolgreicher Dirigent   

Gleichsam eine zweite Blütezeit begann mit der Übernahme der musikalischen Leitung durch Studienrat Bruno Hütten.
Der erste sichtbare Ausdruck des Leistungswillens waren die Auszeichnungen mit den ersten Preisen für den Büsbacher Chor bei den Wettstreiten in Oberlahnstein (1950) und Bad Ems (1952).


Leistungssingen zur Erringung des Titels „Meisterchor des Sängerbundes NRW "

Sängerwettstreite enthalten dadurch ihre Problematik, dass die Richter oft vor unlösbaren Aufgaben stehen, weil immer nur ein Verein den jeweils ausgesetzten Preis erhalten kann, selbst wenn mehrere Chöre gleichzeitig singen und vergleichbare Leistungen bringen. Dadurch entstanden auch für die Vereine leichte Unbilligkeiten. Aus diesem Grunde ist der Deutsche Sängerbund zu dem gerechteren Ausleseverfahren des Leistungssingens übergegangen. Die Chöre erhalten ihrer Leistung entsprechende Noten. So ist es möglich, mehreren Vereinen bei gleichem Leistungsstand gleiche Prädikate zu geben.
Dem Büsbacher Verein gelang es nach erfolgreicher Absolvierung der Vorstufen, sich beim Bundesleistungssingen in Gelsenkirchen 1955 zum Meisterchor zu qualifizieren. Alle Richter hatten auf Note „sehr gut" für Tonreinheit, Chorklang, dynamische und rhythmische Gestaltung erkannt. Damit ein Meisterchor nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, darf der Titel nur fünf Jahre geführt werden
So blieb es nicht bei diesem ersten Erfolg. Der Chor konnte dreimal in ununterbrochener Reihenfolge - unter Studienrat Bruno Hütten - den Titel verteidigen bzw. neu erwerben. ( In den Jahren 1981 und 1986 wurde der Meisterchortitel, diesmal unter der musikalischen Leitung von Josef Otten, wieder neu errungen. ) Ein schöner Erfolg, auf den Sänger, Dirigenten und Vereinsführung mit Recht stolz sein durften.

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Der MGV konnte den Titel 1955 - 1961 - 1968 - 1981 - 1986 erringen


Das Gemeinschaftskonzert der Stolberger Männerchöre

Ein gesunder Wettbewerb entstand auch unter den Männerchören der Stadt Stolberg durch eine Einrichtung, die 1956 anlässlich der 800-Jahrfeier Stolbergs ins Leben gerufen wurde. Seitdem finden alljährlich im Rahmen des Kulturprogramms Gemeinschaftskonzerte der Stolberger Männerchöre statt. Diese Konzerte gehören zu den meistbesuchten musikalischen Veranstaltungen des Kulturprogramms.

Feier des 75jährigen Bestehens im Jahre 1957

In einem Geleitwort schreibt der Stolberger Bürgermeister B.Kuckelkorn:
Das 75jährige Bestehen des Büsbacher Männergesang-Vereins ist ein Beweis für seine Leistungen; denn nur das
Gute hat Bestand. Unter allen Künsten sind Musik und Gesang diejenigen, die am unmittelbarsten zum Herzen sprechen. Eine Gemeinschaft, die sich zur Pflege dieser Künste zusammenfindet, setzt sich hohe Ansprüche. Möge der Büsbacher Männergesang-Verein 1882, der einer der rührigsten Gesangvereine der Stadt Stolberg ist, durch weitere erfolgreiche Arbeit mit hierzu beitragen.

Aufführung des Oratoriums „Die Jahreszeiten" im Jahre 1967

Die erstrebenswerten Ziele des Männerchores wurden weitgehend erreicht und kontinuierlich weiter verfolgt. Verlockend erschien den Mitgliedern des MGV die große Literatur für gemischten Chor. Mit Chorleiter Bruno Hütten war der Garant für das Gelingen einer Aufführung des Oratoriums „Die Jahreszeiten" von Joseph Haydn gegeben, und so ging man an das Einstudieren des Werkes.
Zu einem glanzvollen Höhepunkt gestaltete sich die Aufführung in der Stadthalle zu Stolberg. Bereits 1966 wurde eine große Chorgemeinschaft zusammengestellt, die aus dem Männergesang-Verein und einem Frauenchor, verstärkt durch Schülerinnen des Mädchengymnasiums, bestand. Zur Mitwirkung wurden das Westfälische Sinfonieorchester und namhafte Solisten verpflichtet. Die Gesamtleitung hatte Bruno Hütten. Die Chorgemeinschaft vermochte die vielfältigen Aufgaben, die Haydn dem Chor stellt, in mustergültiger Weise zu bewältigen. Der Applaus der Zuhörer steigerte sich denn auch zur Ovation für Solisten, Musiker, Chorgemeinschaft und Dirigent. Nicht verwunderlich, dass noch oft der Wunsch geäußert wurde, die Aufführung zu wiederholen.

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Chor und großes Orchester im Jahre 1967, bei der Aufführung des Oratoriums "Die Jahreszeiten"

Im Jahre 1972 endete mit dem Abgang von Chorleiter Bruno Hütten eine 22 Jahre dauernde, erfolgreiche Vereins- und Chorarbeit, die im Gedächtnis der Sänger einen festen Platz behalten wird.


Der neue Chorleiter und Sänger Josef Otten

Nach dem Abgang von Bruno Hütten dauerte es einige Jahre, bis man einen fähigen Nachfolger gefunden hatte. 1975 fiel die Wahl auf den Büsbacher Josef Otten. Unter seiner souveränen Chorleitung ging es nach überstandenen Krisenjahren wieder aufwärts.
Ab 1979 unterzog sich der Verein wieder den Vorauslesen in Kreis- und Bezirksleistungssingen, so dass die Berechtigung erworben wurde, 1981 am Bundessingen in Iserlohn teilzunehmen. Es gelang zum vierten Mal den begehrten Titel Meisterchor zu erringen. Diese erneute Ehrung ist in erster Linie ein Verdienst von Josef Otten, der durch dynamischen und zielstrebigen Einsatz die Sänger wieder zu einem erstklassigen Chor formte. Er selbst lobte immer wieder das schnelle musikalische Auffassungsvermögen seiner Sänger.

100 Jahre Büsbacher Männergesang-Verein 1882


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Die Mitglieder des Büsbacher Männergesang-Vereins 1882 anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums


Im Jubiläumsjahr 1982, also dem 100. Jahrestag der Vereinsgründung, präsentiert sich der Verein als ein Chor von hohem Leistungsniveau, so dass man ohne Übertreibung von einer dritten Blüte sprechen kann.
Neben den obligatorischen großen Jahreskonzerten und den vielen sonstigen Verpflichtungen (Singen im Altersheim, Gestaltung der Mitfastenmesse, Ehrenmalfeier, Gemeinschaftskonzert der Stolberger Männerchöre usw.) wurde es zum Ziel die Verteidigung des für 1986 anstehenden Titels „Meisterchor", nicht aus den Augen zu verlieren. Nach harter Arbeit konnte in Lüdenscheid das vorgegebene Ziel erreicht werden und der 5. Meisterchortitel nach Hause gebracht werden.
Im Rahmen der Festveranstaltungen zum Vereinsjubiläum kam unter der Stabführung von Josef Otten das Oratorium „Die Jahreszeiten" in der Stadthalle Stolberg zur Wiederaufführung. Den Orchesterpart übernahmen diesmal Mitglieder des Kölner Rundfunk-Sinfonieorchesters. Die Solisten waren Mitglieder des Kölner Rundfunkchores.

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Chor und großes Orchester im Jahre 1982, bei der Wiederaufführung des Oratoriums „ Die Jahreszeiten"

Das Jubiläumsjahr wurde dem Anlass entsprechend festlich begangen. Neben der großen Oratoriumsaufführung gestaltete der Verein einen Festabend mit Jubilarehrung, unter Mitwirkung des Quartettvereins „Rheintreue" Stolberg und dem VHS-Kammerchor Stolberg.
Im Herbst des Jahres, am 17.Oktober 1982, gedachte man bei einer Messfeier den Lebenden und Verstorbenen des Vereins. Die musikalische Gestaltung der Messe in der Pfarrkirche St. Hubertus Stolberg-Büsbach übernahmen der Kirchenchor St. Cäcilia Stolberg-Büsbach und der Männergesang-Verein. Bei großer Beteiligung der Büsbacher Bevölkerung wurde die Messfeier zu einem erhabenen Gotteslob.
Am Samstag, dem 23.Oktober 1982, lud der Chor zu einem großen Festkonzert ein. Mitwirkende waren an diesem Abend das Vocalensemble des WDR unter Leitung von Godfried Ritter und der Büsbacher Männergesang-Verein unter der Leitung von Josef Otten. Die Interpreten, besonders die Sänger des Rundfunkchores des WDR, wurden begeistert gefeiert.


Die Verleihung der Zelter-Plakette, ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr



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Die hohe staatliche Auszeichnung wurde dem Chor am Sonntag, dem 16.Mai 1982 in Witten verliehen.

Karl Friedrich Zelter (1758-1832) war der Begründer der ersten >Liedertafel< 1809 und des Berliner Kammermusikinstituts sowie Leiter der Berliner Singakademie. Er war kein Wissenschaftler, sondern ein Erzieher und Pädagoge. Seine Grundsätze der Atemschulung, der Tonbildung sowie der Sprecherziehung haben heute noch ihre Bedeutung.

Die Plakette wurde vom ersten Bundespräsidenten Professor Dr. Theodor Heuss gestiftet
und wird als staatliche Anerkennung an Chöre verliehen, die ihr 100-jähriges Bestehen feiern und sich nachweislich besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben.


Der Chor in der heutigen Zeit

Als Männerchor pflegt der Büsbacher Männergesang-Verein 1882 e.V. nunmehr eine 125 jährige Tradition. In den langen Jahren von vielen Generationen getragener kultureller Tätigkeit war und ist die Freude am Gesang, vor allem der Erhalt und die Pflege des Volksliedes und die Erarbeitung und Aufführung gehobener Chorliteratur, Mittelpunkt der Arbeit. Der MGV hat alle Bereiche alter und neuzeitlicher Chorliteratur dem Zuhörer näher gebracht. Hervorragende Dirigenten ermöglichten neben anspruchsvollen Konzerten in der Vergangenheit die Beteiligung an großen Wettstreiten und die fünffache Erringung des Titels „ Meisterchor des Sängerbundes NRW".

Die Basis unserer Chorarbeit ist seit der Gründung im Jahre 1882:
- Der Erhalt wertvollen Kulturgutes
- Die musikalische Erziehung
- Die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen

Bis zur Feier des 125jährigen Vereinsjubiläums gingen viele Jahre ins Land. Sie waren ausgefüllt mit schönen Proben, großen Konzerten und Veranstaltungen jeglicher Art. Es wurden Höhen und Tiefen im Vereinsleben gemeinsam durchschritten.

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Matthias Kutsch Vorsitzender von 1965-1985


1985: Leider mussten wir 1985 von unserem langjährigen Vorsitzenden Matthias Kutsch für immer Abschied nehmen, der am 7.August seiner schweren Krankheit erlag. Er hatte 1965 den Vorsitz des MGV von seinem erkrankten Bruder Hubert Kutsch übernommen, um tatkräftig dessen Arbeit fortzusetzen.
Seinen Freund Dr. Christian Hammer wählte der Chor zu seinem Nachfolger und Günter Hoven zu dessen Stellvertreter.

Begonnen hat das Jahr mit der musikalischen Gestaltung der Mittfasten-Messe in St. Hubertus. Sie wird alljährlich für die Lebenden und Verstorbenen Mitglieder des MGV gefeiert. Zu einem Gemeinschaftskonzert mit der Musikalischen Gesellschaft Breinig wurde eingeladen. Mit der Rheintreue Stolberg vereinigten wir uns zum Stadtfest zum gemeinsamen Singen. Eine besondere Ehre war der Auftritt bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Sängerbundes in Aachen. Die Hauptprobetätigkeit galt der Vorbereitung auf das Bundessingen in Lüdenscheid.
Der Jahresausflug ging diesmal als 2 Tage dauernde Tour nach Bollendorf an der Sauer.

1986: Das herausragende Ereignis in diesem Jahr war für den Büsbacher MGV die erfolgreiche Teilnahme am Bundesleistungssingen 1986 in Lüdenscheid. Zum fünften Male in seiner an Höhepunkten reichen Vereinsgeschichte konnte der Chor, unter Leitung seines Dirigenten Josef Otten, den Titel „Meisterchor des Sängerbundes NRW" erringen.

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Der Chor beim Meistersingen in der großen Schützenhalle in Lüdenscheid 1986

Neben diesem Ereignis verblassten die übrigen Auftritte, die wir trotzdem mit Eifer wahrgenommen haben. So zum Beispiel der Konzertabend im Saale Koch, wo die Chorwerke für das Bundessingen vorgetragen wurden.

1987: Wir luden zu einem großen Chor- und Solistenkonzert ins Jugendheim Münsterbusch ein. Neben den jährlich stattfindenden traditionellen Veranstaltungen, (Mittfasten-Messe, Gesang am Ehrenmal, Konzert der Stolberger Männerchöre, Adventsingen im Marienheim usw.) bieten wir regelmäßig unseren Zuhörern ein bzw. zwei Konzertveranstaltungen an.
Unser Tagesausflug führte uns nach Düsseldorf in die Landes-Gartenschau.
1988: Ein besonderes Konzert boten wir in der Stadthalle Stolberg an, unter dem Titel „Wonderful World of Musical", Rhythmusgruppe war an diesem Abend die „Charly & Meyer Company".
Im September des Jahres fand der Jahresausflug nach Zeltingen-Rachtig statt. Wir gestalteten musikalisch die Messfeier in der Pfarrkirche von Rachtig.
1989: Diesmal ging es in den Rittersaal der Burg Stolberg mit der Einladung zu einem Kammerkonzert mit Chor- und Instrumentalmusik aus vier Jahrhunderten. Mit dem Chor musizierten junge Talente, Friederike Stahl Violine, Felix Krämer Violincello, Udo Dohlen und Martin Stahl Klavier. Der Abend wurde für junge Musiktalente und für die Sänger zu einem großen Erfolg.
1990: 20 Veranstaltungen waren in 1990 zu absolvieren. Mitwirkung beim Patronatsfest in Kelmis (Belgien), Messfeier in St. Sebastianus Atsch, Einladung zur Gestaltung einer Festmesse der studentischen Verbindung in
St. Nikolaus Aachen. Konzertabend am 5.Mai im Jugendheim Münsterbusch als Gemeinschafts- Konzert mit dem Mandolinenochester „Gut Klang". Wenig später folgte ein Gemeinschaftskonzert in Wermelskirchen mit der Rheintreue und dem dortigen Sinfonieorchester. Die Veranstaltung wurde zum Ereignis.
Ausflug nach Schapdetten und Münster, mit Feier der Samstagabend Messe in der Dorfkirche von Schapdetten, um sich dann am Sonntag dem Anblick des großartigen Billerbecker Domes hinzugeben. Unsere gesanglichen Darbietungen wurden mit einer herrlichen Akustik belohnt.
1991: Unser Jahres Konzert im Saale Kochs „OPER KONZERTANT" mit Regine Röttger, Mezzosopran; Theo Palm, Klavier. Mit Werken aus der Zauberflöte, Die Meistersinger, Tannhäuser, „Der fliegende Holländer", „Der Waffenschmied", „Hoffmanns Erzählungen", „Ernani" und „Carmen".
Ausflug zum Benediktiner-Kloster Maria Laach mit einer akustischen Kostprobe und einer anschließenden Führung durch die romanische Klosterkirche. Weiterfahrt nach Neuenahr und Ahrweiler, mit Besichtigungen und gemeinsamem Abendessen.
1992: Zur Verteidigung des Meisterchortitels traten wir in unserer Heimatstadt an. Unsere Vorträge wurden nur mit
2-mal der Note 2+ und 1 bewertet, erforderlich waren jedoch 2+, 1 und 1-. Damit waren unsere Träume zu Ende. Es fehlte der letzte Funke an Konzentration, wir alle wussten, dass wir schon besser gesungen hatten. Trotz dieser Enttäuschung blieb der Chor in Freundschaft zusammen und widmete sich weiter seinen niveauvollen Konzerten. Der Büsbacher Turnverein feierte seinen 100-jährigen und der Kirchenchor seinen 125-jährigen Geburtstag, wir durften die Feiern musikalisch gestalten.
1993: In der Jahreshauptversammlung gab Dr. Christian Hammer nach 8 Jahren den Vorsitz an Günter Hoven ab. Die beiden Herren tauschten ihre bisherigen Funktionen als Vorsitzender und Stellvertreter. Die Wahlen erfolgten einstimmig. Mit Dr. Hammer trat ein verdienstvoller Mann in das zweite Glied zurück, auf dessen Erfahrung der Chor aber weiter bauen konnte. Die Konzerte: die Gestaltung der Messfeier in der Abteikirche Kornelimünster und ein Chor- und Solistenkonzert im Kulturzentrum Frankental in Stolberg.
Unser Jahresausflug führte uns nach Schloss Benrath mit ausgiebiger Besichtigung, zur Feste Zons der mittelalterlichen Stadt am Rhein und am Nachmittag nach Köln, wo wir nach erlebnisreicher Besichtigungstour den Abend in der historischen Gaststätte zum „Brauhaus Früh am Dom" beim „Kölsch" verbrachten.

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Andreas Blees, ein Leben für die Musik

Andreas Blees starb am 12. Mai 1993. In den schweren Kriegs- und Nachkriegsjahren leitete er von 1941 - 1950 den Chor. Der Büsbacher Männergesang-Verein hat im viel zu verdanken.

1994: Am 23.April musizierten wir mit der Instrumentalgruppe St. Hubertus im Rahmen eines Volksliederabends im Saale Kochs. Im Rahmen des Stolberger Musiksommers, sangen wir am 10.September im Jugendheim Münsterbusch, gemeinsam mit dem VHS-Chor Stolberg.. Als Erlebnis konnte der Auftritt mit der „Big-Band" Nütheim-Schleckheim im Saalbau Geulen gewertet werden. Ein Fest für den ganzen Ort Büsbach wurde die Einweihung des „Bareschesser" Denkmals. Wie sagte Josef Pohlen in seiner Festansprache: Ich fragte einmal als Kind meinen Vater nach dem Geschehen im Jahre 1907. Siehe da, der Vater wurde ärgerlich und meinte, es gehöre sich nicht, was damals vorgefallen sei. Viel später verstand ich, warum der Vater nicht gerne darüber sprach. Er war damals der Vorsitzende des Büsbacher Männergesang-Vereins, und oh Schreck, der Bösewicht, der Bareschesser, war Mitglied des Vereins, und das Ereignis hat sich nach einer Chorprobe zugetragen.
Die Vereinsfahrt ging an die Ruhr (Bochum, Essen, Baldeneisee und Kloster Essen-Werden).

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Der MGV und die Big-Band Schleckheim Nütheim 1994 im Saalbau Geulen, Eilendorf


Wechsel der Chorleitung von Josef Otten zu Holger Kolodziej


1995: Durch berufliche Überlastung war Dirigent Josef Otten gezwungen die musikalische Leitung des Vereins, nach 19 Jahren, niederzulegen. Ein einschneidendes Ereignis für alle Sänger. Der hochbegabte Nachfolger, Holger Kolodziej, führte seine Arbeit mit jugendlichem Elan fort und brachte selbst ältere Sänger an junges Musizieren heran. Am 13. Mai veranstaltete der MGV ein Gemeinschaftskonzert mit dem Jugendchor Buir e.V. im Saale Kochs.
Es wurde von beiden Chören ein Konzert auf sehr hohem Niveau gestaltet, dabei bot der Jugendchor Buir meisterliche Gesänge. Den Titel Meisterchor hatte er beim Bundessingen 1992 in Stolberg erworben.
Es folgte ein Konzert zum Musiksommer in Gemeinschaft mit dem Ensemble „rhein vocal" Köln. Zur Mitwirkung bei einem Festkonzert fuhren wir am 28. Oktober zum einladenden Chor MGV Scherlebeck in Herten.

Unsere diesjährige Tagesfahrt führte uns nach Maastricht mit Besuch der Mergelgrotten.


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Der MGV und der Jugendchor Buir 1995, mit dem neuen Chorleiter Holger Kolodziej


1996: Am 10.März sangen wir anlässlich einer Messfeier in der Propsteikirche in Kornelimünster. Konzerte fanden am 1.Juni im Saal Koch und zum Musiksommer am 27. September in der Stadthalle, mit der Stolberger SSG statt. Die Mitgliederversammlung fand am 14.März statt. Bei der anstehenden Vorstandswahl wurde wie folgt gewählt: 1.Vorsitzender Günter Hoven (Wiederwahl) Stellvertreter Peter Effenberg (Neuwahl), Geschäftsführer Ernst Blees (Neuwahl) Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt. Dr. Christian Hammer und Heinz Oeynhausen hatten ihre Vorstandsposten zur Verfügung gestellt. Holger Kolodziej stand nach eigenen Angaben noch bis Ende Juni 1997 als Dirigent zur Verfügung. Damit musste die Suche nach einem neuen Dirigenten eingeleitet werden.
Der Jahresausflug führte uns in diesem Jahr nach Xanten.

Josef Otten kehrt als „Nachfolger" von Holger Kolodziej zurück


1997: Das Jahr begann mit den Routineveranstaltungen (Mittfasten, Versammlung, und Grillfest). Der „scheidende" Dirigent Holger Kolodziej hatte seine Studien an der Musikhochschule Köln beendet und bereitete sich auf seine Abschlussprüfungen vor. Josef Otten, Mitglied des Rundfunkchors Köln, kehrte nach dreijähriger Pause ans Chorleiterpult des Büsbacher Männergesang-Vereins zurück, ein Amt, das er bereits 19 Jahre mit Erfolg innehatte.
Am 28.6. veranstaltete der MGV „Das besondere Konzert". Es war das Verabschiedungskonzert von unserem jungen Dirigenten und gleichzeitig die wieder Begrüßung des alten Dirigenten Josef Otten. Im Dezember luden der Kirchenchor St. Cäcilia und der MGV zur Adventlichen-Musik in die Büsbacher Pfarrkirche ein.
Unsere Vereinsfahrt ging diesmal nach Burg an der Mosel. Die sonntägliche Messe gestalteten wir im Kloster Springiersbach mit der Messe in F-Dur für Männerchor von Josef Rheinberger.

1998:Bei der Mitgliederversammlung am 26.März stand auf Wunsch des 1.Vorsitzenden Günter Hoven die Neuwahl des Vorsitzenden und des Stellvertreters auf der Tagesordnung. Dem Wunsch nach einem Wechsel der Positionen wurde bei der Wahl entsprochen. So wurde Peter Effenberg 1. Vorsitzender und Günter Hoven Stellvertreter. Im Februar sangen wir zu Karneval im Seniorenzentrum. Am 26. April Stand ein Kirchenkonzert mit dem Männergesang-Verein Vicht auf dem Programm. Zu einem Opernkonzert lud der Verein am 5. Juni in das Kulturzentrum Frankental ein. Als Abschluss des Musiksommers folgte das Konzert „Wonderful World of Musicals" unter der Mitwirkung der Band „ AIXTRA" mit der Sängerin Uschi Dudek, Udo Dohlen Saxophon, Thomas Spiekermann Keyboard und Michael von der Weiden Schlagzeug.
Unser Tagesausflug führte uns in diesem Jahr nach Gerolstein/Eifel.

1999:Am 16.Januar Konzert im Rittersaal der Burg mit der Sängerin Thania Prattes, Mezzosopran aus Brasilien. Nachfolgend eine Gesangsdarbietung beim Aachener-Sängertag am 7.März auf der Burg. Der Sängertag wurde durch den MGV organisiert. Am 8.Mai Chor- und Solistenkonzert im Kulturzentrum Stolberg. Am Sonntag, dem 19.September erfolgte im Rahmen des Musiksommers „Matinee mit Wein und Gesang", ein Auftritt mit Theo Palm und Klaus Weiß am Klavier.
Schloss Moyland am Niederrhein und der Wallfahrtsort Kevelaer waren das Ziel des Jahresausfluges.

2000:Singen zum 25 jährigen Seniorentreff auf der Liester. Einladung zum 90ten Jubelfest des MGV Mausbach. Vortrag der Rheinberger Messe in St. Hermann-Josef bei der Messfeier. Am 3. Oktober Singen in der Abteikirche Korneliemünster. Aufführung von Opernchören mit großem gemischtem Chor von 100 Sängern und Sängerinnen zum Abschluss des Musiksommers.
Die Reise ging diesmal über die Grenze nach Lüttich und Malmedy mit Abschlussessen in Roetgen.

2001: 23. Juni Konzert im Kulturzentrum, mit dem Gesangsquartet fourfourfour aus Köln, ein riesiger Erfolg für alle Beteiligten. Am 23. September Konzert zum Rheinberger - Jahr in der Kirche St. Lucia, Stolberg, mitgestaltet durch Piotr Oleniecki, Violine, Matthias Purrer, Violoncello, Josef Eich, Orgel. Am 02.Oktober musikalische Gestaltung der Festveranstaltung der Stadt Stolberg zum Tag der Deutschen Einheit. Am 4. November Rheinberger Jubiläumskonzert in St. Hubertus.
Jahresfahrt nach Düsseldorf mit Besuch des Landtages NRW und einer Stadtbesichtigung, anschließend Besuch im Kloster Knechtsteden.

2002:Am Sonntag, dem 17.März sangen wir ein geistliches Konzert in Gemeinschaft mit den Kirchenchören von St. Barbara Breinig und St. Hubertus Büsbach, unter Mitwirkung der Musikalische Gesellschaft Breinig. 10. Mai Festabend der Freiwilligen Feuerwehr zum 100 jährigen.. Im Konzert am 19.Oktober wurden neue musikalische Akzente gesetzt. Eine Mischung aus Klassik und Pop-Songs begeisterten das Publikum, zumal die jungen Damen des „Sound Thing" mitwirkten.
Unser Jahresausflug ging zur Partnerstadt Stolberg/Harz. Die 4 Tage dauernde Fahrt war ausgefüllt mit einer Harzrundfahrt, Stadtführung durch Stolberg, Besuch des Kyffhäusers, Besichtigung der mittelalterlichen Städte Quedlinburg und Goslar. Als Abschluss sangen wir ein viel beachtetes Konzert in der Kirche St. Martini in Stolberg/harz

2003:Der Neujahrsempfang der Stadt Stolberg wurde auch in diesem Jahr vor großem Publikum vom MGV gestaltet. Eine dankbare Zuhörerschar war uns gewiss. Zur Verstärkung des KHG-Chores (Katholischer Hochschulgemeinde-Chor Aachen) traten wir mit „Die Perlenfischer" von Georges Bizet in Jülich und in der Aula Carolina in Aachen auf. Den Orchesterpart übernahm das Orchester des Forschungszentrums Jülich.
Ein weiterer Höhepunkt war die Aufführung der „Petite Messe solennelle" von Gioacchino Rossini, am 28. Juli im Rahmen des Stolberger Musiksommers. Wir sangen am 26. Juli in Gemeinschaft mit dem Kantatenchor St. Johann Burtscheid und dem VHS Chor Stolberg. Am 8. November fand unser Chor- und Solistenkonzert im Saal Angiés Bistro, unter Mitwirkung der Sängerin Anna Fischer, Alt statt.
Die Chorreise führte uns wieder an die Mosel, diesmal zur alten Römerstadt Trier.

2004:Mit dem musikalischen Part zum Neujahrempfang der Stadt war auch im Jahre 2004 der MGV betraut. Am 8. Mai folgte ein Gemeinschaftskonzert mit dem VHS- Chor und am 23. Oktober ein Konzert mit dem Klezmer-Ensemble „Dance of Joy". Beide Konzerte fanden viel Beifall, bei wiederum vollbesetztem Saal.
Eine herrliche Reise in 2004 unternahmen wir zum „Deutschen Eck", mit Koblenz und der Feste Ehrenbreitstein. In der Kirche St.Castor, ein seit dem Wettstreit 1926 vertrauter Name, wurden Lieder der Musica Sacra angestimmt. Die Altstadt mit ihren gemütlichen Lokalen verlockte uns, den Abend hier zu verbringen.

2005:Die jährliche Heilige Messe für die Lebenden und verstorbenen Mitglieder des MGV ist ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben. Die damit verbundene Pflege der Musica Sacra bildet eine willkommene Ergänzung zur weltlichen Männerchor-Literatur.
Ein Versprechen wurde eingelöst durch die Mitgestaltung der Messe in St. Sebastian Atsch. Im Seniorenheim kamen wir der Bitte nach, ein Ständchen zu singen, gleiches galt für die Feier des 50 jährigen Bestehens des Samaritaner- Heimes. Am 2. Juli d.J. veranstalteten wir unser etwas verspätetes Frühjahrskonzert unter Mitwirkung von „Charly`s Band", als Solisten Sarah Schiffer und Daniela Otten, am Klavier Theo Palm. Das große Herbstkonzert „Opern-Blüten", am 29.Oktober vor vollbesetztem Haus, war ein riesiger Erfolg, auch dank der Solisten Josef Otten und der Sopranistin Marlies Buchmann.
Der Ausflug nach Heidelberg vom 2. bis 4. September wurde gesellschaftlich, aber besonders musikalisch ein Erlebnis. Wir denken dabei an die erbauenden gesanglichen Darbietungen in der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg, aber ganz besonders bleibt die Erinnerung an die Erhabenheit von Raum und Musik im Dom zu Speyer.

Am 22. September 2005 verstarb unser ehemaliger Vorsitzender Dr. Christian Hammer. Er führte von 1985 bis 1998 den Verein mit sicherem Gespür für Organisation durch gute und ereignisreiche Jahre. Bis kurz vor seinem Tod hat er, auch im Alter von annähernd 84 Jahren, mit Freude am Gesang und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Leben regen Anteil genommen.

2006:Bei der für den 14. März 2006 einberufenen Mitgliederversammlung (anwesende Mitglieder 34) war der wichtigste Punkt die Planung des im Jahre 2007 stattfindenden 125-jährigen Vereinsjubiläums. Die vom Vorstand geplanten Veranstaltungen musste die Akzeptanz der versammelten Sänger finden. Nach eingehender Diskussion und Darstellung der Finanzierbarkeit, fanden die Vorschläge eine breite Mehrheit. Vor der Versammlung stellten wir uns dem Fotografen Manfred Drunkemöller zum Jubiläumsbild.
Zu Mittfasten, am 26. März sangen wir in St. Hubertus die Rheinberger Messe in F-Dur für die Lebenden und Verstorbenen des MGV. An der Wilbrandorgel begleitete Franz Körfer. Die schon mehrfach gesungene Männerchormesse wurde diesmal mit Perfektion und großer innerer Spannung vorgetragen.

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Konzert am 20.Mai 2006, Motto: „Kein Schwein ruft mich an"

Das Frühjahrskonzert fand am 20. Mai im Saal Angie´s Bistro statt. Als Mitwirkende wurden die Altistin Anna Fischer und der Pianist Theo Palm verpflichtet. Offensichtlich wurde das Konzertmotte „ Kein Schwein ruft mich an" zum Publikumsmagnet, denn der Saal konnte die Konzertbesucher kaum fassen. „Chansons, nicht nur aus den 20er Jahren", sondern auch Lieder der Comedian Harmonists, und Kompositionen von: Kurt Weil, Beatles, Friedrich Hollaender, Hans Hammerschmid, Willi Kollo, Theo Mackeben, Oskar Strauss und andere, für den MGV arrangiert von unserem Chorleiter Josef Otten. Großen Anteil am Erfolg hatten die Solistin des Abends, Anna Fischer mit überzeugendem Alt und Theo Palm am Klavier, besonders mit seinem Kreuder Potpourri.
Die diesjährige Wanderung ging in die unmittelbare Umgebung, nach Vennwegen. Nach einem Fußmarsch von ca.
2,5 Stunden wurde Einkehr gehalten im Lokal Birkenhof.
Bonn war am 9.September Ziel unseres Jahresausflugs. Der Tag begann mit einem Gotteslob im der Bonner Münsterkirche. Die 66 Teilnehmer wurden durch qualifizierte Stadtführer in die Früh- und Zeitgeschichte der interessanten Bundesstadt eingeführten. Geschichte unserer Zeit erfuhren die Teilnehmer im Museum für Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Den Abschluss des schönen Tages erlebten wir bei einem „festlichen Abendessen" im Japanischen Pavillon in den Rheinauen.
Gleich am nächsten Tag sangen wir auf dem Büsbacher Marktfest zur Freude der großen Besucherschar.
Beim obligatorischen Konzert der Stolberger Männerchöre am 24. November sang der MGV unter Leitung von Theo Palm Chansons und Lieder aus dem Programm des Frühjahrskonzertes.

Das Jahr des 125-jährigen Vereinsjubiläums.


2007:Die Festschrift gibt Auskunft über die Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr 2007.
Das Jahr 2007 beginnt jedoch am 7.Januar mit einer Konzertverpflichtung im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Stolberg. Veranstaltungsort ist der Zinkhütterhof.
Es folgt eine Stiftungsmesse am 18.März in der Kirche St. Hubertus, Stolberg-Büsbach,
ein Festabend am 24.März im Saal Angie`s Bistro
und schließlich die Aufführung Verdis Oratorium "Requiem" am 09.Juni in St. Hermann-Josef, Stolberg-Liester




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Der Büsbacher Männergesang-Verein 1882 e.V. im Jahr 2007




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entnommen aus:

Festschrift aus Anlass des 125 jährigen Jubiläums (1882 - 2007)
des Büsbacher Männergesang-Verein 1882 e.V. , Stolberg/Rhld.
Redaktion und Gestaltung:
Günter Hoven, verantwortlich ,
Ernst Blees, Hans Dohlen, Manfred Drunkemöller, Hans-Joachim Eulenpesch
Fotos und Dokumente:
Archiv MGV, Manfred Drunkemöller, Günter von der Weiden,
Stolberger Nachrichten, Stolberger Zeitung

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